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Eigentlich müßte es statt Sparschwein Sparpferd heißen und die Schulkinder sollten von den Banken kleine Plastikponys bekommen, mit denen sie schon mal üben können, wenn sie später ein richtiges Pferd haben wollen.
Reiten ist kein Schnäppchen. Ein Durchschnittspreis für eine Box liegt momentan bei knapp € 200 im Monat, ohne Misten und Futter. Dann noch die Fahrtkosten. Kaum ein Stall liegt idyllisch leicht zu erreichen in der Großstadt, für Sprit und Auto berappt der Reiter dann so um die € 50 bis € 60. Und letztlich wollen der Tierarzt und der Schmied auch noch bezahlt werden. Vielleicht nicht jeden Monat, aber runtergebrochen sind's dann doch nochmal ca. € 20 im Monat, die im Jahresmittel an die beiden Dienstleister gehen.
Und dann sind wir schnell bei fast € 300, die wir jeden Monat für unser vierbeiniges Familienmitglied ausgeben, ohne all die Zuckerchen und Leckerlies, die wir uns und dem Pferd noch dazu gönnen.
Für € 300 bekommt man woanders eine ganz anständige Wohnung ...
Trotzdem bezahlen wir gerne, denn das Hobby ist kein Hobby, sondern ein Lebenstil, das Pferd kein Tier, sondern Freund, mit dem man manchmal auch 25 Jahre und länger seine Zeit verbringt.
Wenn ab Januar 2005 die Stallbesitzer die Miete erhöhen, weil der Bundesfinanzhof entschieden hat, dass das Einstellen und Betreuen von Pferden nicht unter den Begriff "Halten von Vieh" fällt, dann werden wir weiterzahlen, wenn auch mit Schlucken und nicht ohne Grübeln, wie es weitergehen soll. Für viele ist hier die Schmerzgrenze erreicht.
Vielleicht sollten wir doch auf Esel umsteigen und beim Misten besonders aufpassen, wenn das ein oder andere Goldstück hinten rauskommt...
Viele Grüße, Euer Thomas
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